Bei der Behandlung von Patienten mit schweren Störungen der Selbststruktur, wie zum Beispiel Borderline-Patienten, stoßen die klassischen Psychotherapien schnell an ihre Grenzen. Im Vordergrund der strukturbezogenen Therapie steht die gemeinsame Arbeit mit den Patienten, um dessen Selbstdefizite zu analysieren und zu beheben oder zumindest zu verbessern. Von zentraler Bedeutung sind dabei folgende therapeutischen Themenbereiche:
Affekterleben: Wie werden Gefühle und Affekte erlebt, unterschieden, ertragen, reguliert, ausgedrückt und verstanden?
Sozial- und Bindungserleben: Wie werden andere erlebt, wahrgenommen und abgegrenzt? Wie werden Beziehungen gestaltet, geschützt und reguliert?
Wie werden gute Beziehungserfahrungen bewahrt und schlechte bewältigt, wie wird mit Abschied, Trennung und Verlust umgegangen?
Selbsterleben: Welchen Selbstreflexionszugang zur eigenen Innenwelt hat der Patient? Welche eigene Sprache für Innenvorgänge steht ihm zur Verfügung und wie kann er sich selbst verstehen, verantworten und verwirklichen?