Dieser Therapieansatz (MBT) fokussiert effektiv auf die Art und Weise, wie wir uns selbst und andere wahrnehmen, wie wir auf gefühlsmäßiger Ebene mit uns selbst und anderen kommunizieren und umgehen, wie wir unsere Impulse, Gefühle und unseren Selbstwert regulieren und unsere Beziehungen zu anderen gestalten, wie gut unsere Bindungsfähigkeit ist, also wie gut wir uns an andere binden und von diesen auch wieder lösen können und berühren damit nicht zuletzt den zentralen Fokus, ob wir gute Modelle von Beziehungen verinnerlicht haben und diese zur Selbststeuerung nutzen können.
Die Mentalisierungsbasierte Therapie soll dazu befähigen, Wünsche, Gedanken und Überzeugungen anderer Menschen, so wie eigene, besser zu verstehen. Dieses Verstehen wird Mentalisierung genannt, also die Fähigkeit, Gedanken als Ursache von Handlungen zu verstehen. In dieser Psychotherapie soll vor allem die Selbstreflexion gefördert werden.
Das Behandlungskonzept ist als ein Behandlungprogramm der Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt worden. Alle Störungen, die mit einer eingeschränkten Mentalisierungsfähigkeit einhergehen können, können mit mentalisierungsbasierten Interventionen oder mentalisierendem Vorgehen behandelt werden. Auch ist es möglich, mentalisierende Interventionen innerhalb anderer einzel- und gruppenpsychotherapeutischen Behandlungen interdisziplinär anzuwenden.