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Psychotherapeutischen Zentrum!

Gruppentherapie

Ein wichtiges Prinzip der Gruppentherapie besteht darin, dass jeder intensivere Reiz, dem man die Gruppe aussetzt, bei den Gruppenmitgliedern eine Vielfalt von Reaktionen auslöst. Die Untersuchung der Gründe hierfür lohnt sich gewöhnlich sehr und klärt Aspekte der Charakterstruktur. Wenn Gruppenmitglieder beobachten, wie andere auf eine Situation merklich anders reagieren als sie selbst, so ist dies ein eindrucksvolles Erlebnis, das ihnen viel Einsicht in ihr eigenes Verhalten und Erleben vermitteln kann. Eine solche Gelegenheit hat man in der Einzeltherapie nicht, sie stellt somit eine der Hauptstärken der Gruppentherapie-Methode dar.

Gruppentherapie

Kohäsionskräfte

Ein förderliches Klima und eine hinreichende Gruppenkohäsion werden durch eine von Aufmerksamkeit, Interesse, Neugier, Respekt und Zuwendung geprägte therapeutische Haltung des Leiters geschaffen. Von den Gruppenmitgliedern wird eine Bereitschaft zur Selbstöffnung erwartet. Dabei wird größter Wert auf die Beachtung der Regeln der Höflichkeit, der Menschlichkeit und des Sicherheitsgefühls in der Gruppe gelegt.

Das Gefühl, in einer Gruppe nicht isoliert und allein zu sein, sondern dazuzugehören, wirkt kohäsionsfördernd. Ebenso wirksam sind die Erfahrung, etwas Wertvolles an andere weitergeben zu können (Altruismus) sowie das Gefühl von Hoffnung auf Veränderung, wenn Veränderungen sich einstellen und der Gruppe mitgeteilt werden.


Indikationsstellung

Im Bereich der Psychotherapie ist eine Indikationsstellung eine Aussage darüber, ob eine gegebene psychotherapeutische Behandlung bei einer bestimmten Person mit einer bestimmten psychischen oder psychosomatischen Störung helfen kann oder nicht.
Der wichtigste Indikator ist zugleich auch der scheinbar unspezifischste, da jede Form von Psychotherapie ihn als Voraussetzung nennt: die Motivation des Patienten.
Es ist korrekter, von der Notwendigkeit einer ausreichenden Motivation des Patienten für eine bestimmte Form von Psychotherapie zu sprechen. Diese Motivation sollte sich auf die gruppenspezifischen Ziele richten.

Neben den störungsspezifischen Zielen (Reduktion von Depression, Ängsten, etc.) hat Psychotherapie in Gruppen immer ähnliche immanente Ziele:

  • Entwicklung einer gewissen Nähe der Teilnehmer zueinander und Vertrautheit untereinander
  • Entwicklung eines introspektiven und selbstreflexiven Umgangs mit sich selbst
  • Entwicklung eines verstehenden Umgangs mit den anderen Gruppenteilnehmern
  • Entwicklung von interpersonaler Aufrichtigkeit

Spezifische Vorteile der Gruppentherapie

Vor dem Hintergrund der massiven Zunahme schwerer Persönlichkeitsstörungen, Impulskontrollstörungen und Störungen der Liebes- und Arbeitsfähigkeit unter den Patienten (Ich-strukturelle Störungen) sollte man sich noch einmal die spezifischen Vorteile der Gruppentherapie vor Augen führen. Gerade das Vorliegen von interpersonalen Problemen stellt einen besonderen Indikator für eine Gruppenpsychotherapie da. Dies wird in der Literatur besonders bei folgenden interpersonalen Problemen hervorgehoben:

  • Sozialem Rückzugsverhalten und unfreiwilliger Einsamkeit
  • Schüchternheit und Gehemmtheit
  • Unfähigkeit zu Nähe und Liebe
  • Unangemessenem Konkurrenzverhalten
  • Autoritätsproblemen
  • Übertriebener Aggressivität und Streitsucht und chronisch provozierendem Verhalten
  • Übertriebenes Misstrauen
  • Übertriebenem Narzissmus, einschließlich der Unfähigkeit, zu teilen und sich einzufühlen oder Kritik zu akzeptieren sowie einem ständigen Bedürfnis nach Bewunderung
  • Angst, sich durchzusetzen
  • Unterwürfigkeit und Abhängigkeit
  • Angst, ausgenutzt zu werden, in dem Bedürfnis, Liebe zu geben

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Dr. Frank Schoeneich, Facharzt für Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie, Ärztlicher Leiter des PZP.

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Eine literarische Parabel

Die Bedeutung von Gruppenbehandlung in der Psychotherapie lässt sich gut anhand einer Parabel verstehen, die sich in der Geschichte von "Heidi" (von Johanna Spyri) nachlesen lässt. Dort wird erzählt, wie das wohlhabende und wohlerzogene  „gelähmte“ Mädchen Klara zu dem Mädchen Heidi im Sommer in die Hütte des Alm-Öhi in die Berge darf. Ein Diener trägt sie auf einem Stuhl auf den Berg hinauf.
Klara wird auf dem Heuboden einquartiert, auf dem Heidi so viele Jahre geschlafen hat. Wenig begeistert ist der Ziegen-Peter, der Freund von Heidi in den Bergen, der eifersüchtig ist, weil Klara nun Heidis Aufmerksamkeit beansprucht.
Das führt dazu, dass er eines Tages Klaras Rollstuhl in die Tiefe rollen lässt, so dass er zerstört wird.
Eines Tages will Heidi Klara mit auf die Alp nehmen, der Alm-Öhi trägt sie hinauf. Auf der Alp lernt Klara wieder das Gehen. Eine große Überraschung gibt es, als Klara’s Vater und Großmutter zu Besuch kommen: Klara kommt ihnen auf eigenen Beinen entgegen.

Welche Bedeutung für die Psychotherapie steckt dahinter? Aus psychotherapeutischer Sicht kann man die Geschichte als Parabel einer Heilung einer psychosomatischen Gehstörung (dissoziative Gangstörung) verstehen. In dieser Geschichte hat sich im Grunde vor allem das „Setting“ von Klara’s Leben verändert, von einem einsamen strengen Dasein mit Einzelunterricht in ihrer Heimatstadt hin zu einem erfrischenden Gruppensetting. Eine Gruppe mit spontanen, „lebendigen“ Menschen, die nicht zu kontrollieren sind in ihren „therapeutischen“ Einfällen und ausgestattet mit viel frischem Wind und der Entwicklungsstufe (hier Kindheit) angemessenen Möglichkeiten und Herausforderungen. Eingebettet in eine bewährte „Lebenskunstvermittlung eines soziotherapeutischen Landlebens“, deren Wirklichkeitskonstruktion in der Gruppentherapie durch den Therapeuten gewährleistet wird. Ein angemessenes soziales Miteinander-Leben-Lernen in einer psychotherapeutischen Gemeinschaft (Gruppentherapie)  kann oft die entscheidenden Schritte hin zu möglichen therapeutischen Veränderungen bei allen psychischen und psychosomatischen Störungen - auch bei schwereren Ich-Strukturellen Störung und Persönlichkeitsstörungen - zur Verfügung stellen.