Expositionsverfahren sind Verfahren, die auf dem Modell der klassischen Konditionierung aufbauen.
Ziel dieser Verfahren ist, über die Konfrontation mit vorher gemiedenen Reizen eine Neubewertung zu erreichen. Diese Methoden werden vorwiegend bei Phobien und Zwangsstörungen eingesetzt, kommen jedoch auch bei der Behandlung von z.B. Süchten, Essstörungen und Panikstörungen zur Anwendung. Die Exposition kann in der Vorstellung ("in sensu") sowie in der natürlichen Umgebung ("in vivo") erfolgen.
Unterschieden wird hierbei zwischen der Konfrontation mit Stimuli in höchster Intensität ("Flooding") und der Exposition mit abgestuften aversiven Stimuli ("graduierte Exposition"). Die Reaktionsverhinderung im Rahmen der Exposition soll dabei einen Rückfall in früheres Vermeidungsverhalten verhindern. Angstbewältigungstrainings stellen eine Kombination verschiedener Expositionsverfahren mit anderen Bewältigungsstrategien dar.